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Michael Aufhauser verführt uns, ohne erhobenen Zeigefinger, sondern gewitzt und mit viel Temperament zum Nachdenken und erinnert uns an die Werte christlicher Kultur.
Über den Hügeln oberhalb Henndorfs, gut 20 Kilometer von Salzburg entfernt, ließ Michael Aufhauser Gut Aiderbichl bauen, ein Zuhause für die geschundene Kreatur, eine Nobelherberge für die Letzten: malträtierte, gedemütigte oder bereits zum Schlachter abgeschobene Tiere, darunter 240 Pferde. Vor den Salzburger Festspielen, es ist jetzt fünf Jahre her, gab der Gutsherr einen Empfang auf Aiderbichl für den Prominenten-Adel. Ein Butler, genannt „Herr Günther“, servierte den besten Champagner mit weißen Handschuhen, während den Gästen freilaufende Ziegenböcke und Hängebauchschweine freundlich an die Wäsche gingen, respektive an die Haute Couture. Ich war als Reporter der „Süddeutschen Zeitung“ erschienen, und auf den ersten Blick war es ein Fest der Launen und Grillen der rich and beautiful.
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